Gordon Setter Knockraheen`s

Willkommen in der Lüneburger Heide




                Eins, zwei, drei im Sauseschritt, die Zeit sie rast,

                                                  unsere Lütte ist schon ein Jahr.



                                                 Klaistow 21.05.2022

Knockraheen´s Be Yvaine hat mit Bine ihre erste Ausstellung gemeistert. Das haben die Beiden toll gemcht und sind mit einem V2 Anwart. D.CH.VDH.R belohnt worden. Ich habe mich riesig gefreut.


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                                                           Jugendsuche mit
             Knockraheen´s Be Yvaine  HD A2, Formwert Vorzüglich
                       am 10.04.2022 in Wersabe / Uthlede


Am 10.04 machten Yvi und ich uns um fünf Uhr morgens auf in Richtung Wersabe. Unsere Sachen, für Yvi Bademantel und Softshellmantel und ihre Papiere, Ahnentafel, Impfpass und Leistungsbuch. Ihr kennt das ja ! Für mich Wechselklamotten von Schlüpper bis Jacke und Mütze. Wetter soll ja beständig bleiben, aber lieber vorbereitet sein. Die Prüfung hätte auch spontan sein können, der Kram stand eine ganze Woche im Weg.
200 km, ziemlich allein auf Heideflur, kamen wir pünktlich wie die Maurer in der Schmiede Konsek an. Ich war nach den Autos zu urteilen nicht die Erste sondern die Letzte. Mit Yvi eine Runde drehen und los zur Anmeldung: Die Prüfungsleitung und Landesgruppenleitung nahmen die Papiere zur Kontrolle. Da dreht sich Frau Zeitz zu mir um, wo ist denn ihr Versicherungsbeleg für ihren Hund. Kennt ihr dieses Brennen im Bauch, das Wissen, irgendetwas ist hier jetzt großer Mist. Naja, langer Rede kurzer Sinn, besorgen sie den Versicherungsnachweis zur Ansicht sonst kann ich sie nicht starten lassen. Sind ja nur 200 km und die letzte Möglichkeit die JUS in diesem Frühling zu laufen.
Nach fünf Anrufen, inklusive Familie, bekam Frau Zeitz den Nachweis auf ihr Handy. Hier sei doch erwähnt, dass ich sie erinnern musste ob sie den Nachweis erhalten hat. Dann Gruppentreffen, Chipkontrolle und unsere Gruppe, zwei Gordon Setter und vier Irish Setter nebst Menschen, machte sich auf in das Revier von Christian und Conny Trowitsch nach Uthlede. Es war übrigens überall nass, sehr nass. Es hatte wie bei uns tagelang durchgeschüttet.
Yvi und ich waren die Ersten, bekamen eine Wiese zugewiesen, Vorstehen. Yvi suchte, quer, Randstreifen überquerte den Bach und suchte hinter einer, für uns nicht zu kontrollierenden, großen Hecke. Kam zurück, stand ein paar Mal, aber ich sah kein Wild. Hätte der Fasan, den ich in der Nähe hörte, nicht hier sitzen können ?Das Zeichen zum Anleinen kam von den drei Prüfern.


                          Birgit und Kirsten                                                                   Foto: Bettina Heitmann

Birgit und Uli, zu meiner seelischen Unterstützung  gekommen,waren fest überzeugt, sie hat mindestens dreimal vorgestanden. Pustekuchen, weiter geht es, aber in der Nässe sitzen auch Fasane nicht gern. Ich glaube, in der ersten Runde hatte niemand Suchenglück.
Die Corona setzte dann weiter vor, nächste Aufruf für Yvi. Wir bekamen einen Acker/ Schlag zugewiesen. Erst den Randstreifen, nichts.

                               Yvi, Michelinmännchen und Richter                  Foto: B.H

Dann den Schlag, Yvi in vollem Tempo. Dann auf den Acker, meine Schuhe versanken mit einem unnachahmlichen Geräusch in der Motsche, na prima. Muss Yvi den Weg nehmen, warum bin ich hier, das wird sowieso nichts, die Zuversicht, dass Yvi in diesen widrigen Verhältnissen ihre tollen Anlagen zeigen kann, schwindet.

                                                                            Foto: B. Heitmann

Hab ich schon erwähnt, dass sich Regen, Hagel, fieser Wind und kurze Trockenperioden abwechselten. Inzwischen sah ich aus wie das Michelinmännchen, nach Zwiebelprinzip alles übereinander. Yvi nass, kalt und langsam müde. Zeichen der Richter: Anleinen.
Zwei Hunde der Gruppe hatten es geschafft, vorgestanden und warteten auf unseren Suchenerfolg. Dritter Aufruf für Yvaine: ich hole sie aus dem Auto, bekomme Anweisung, wo wir suchen sollen, schnalle sie, und......! Yvi springt herum, Frau Seitz vor die Füsse, steht und der Fasan geht aus dem Graben hoch.
Hammer, es war eine Sache von Sekunden, eine Punktlandung, wäre der Haken noch an der Leine gewesen, hätte der Punkt nicht gezählt. Alle meine Mitstreiter haben den Felsbrocken von meiner Seele fallen hören. Aufgabe eins erfüllt, Yvi warm eingepackt und den Anderen die Daumen gedrückt.
Auch Kerstin hatte hier reichlich Suchenerfolg, sie musste unter vollen Einsatz Odile aus einer Dornenhecke befreien. Ich habe zu Anfang gesagt: auch Fasane fanden das Wetter gewöhnungsbedürftig, nett ausgedrückt.
Es folgte kurze Zwischenbesprechung.

                                                   Zwischenstand                                          Foto: B. Heitmann

An mich gerichtet: Sie können noch einen Suchenaufruf haben, weil der Hund ja sehr schnell vorgestanden hat, sie können sich verbessern,....aber auch verschlechtern. Nein, meine frierende, erschöpfte Yvi nochmal. Ich bin stolz auf ihre Leistung und weiss sowieso was sie kann.
Dann der Schusstest, da ich keine Jägerin bin, ging Christian Trowitsch mit mir und schoß für mich. Kein Problem, Aufgabe zwei, abgehakt.

                                              Christian Trowitsch                                             Foto: B. Heitmann

Weiter geht es zur nächsten großen Fläche, Quersuche mit Paargang. Zwei Hunde werden geschickt um zu sehen ob die jungen Hunde schon zusammenarbeiten, der eine Hund findet, der Andere sekundiert, heisst er positioniert sich so, dass es zum Jagderfolg kommt.
An dieser Stelle hatten Kerstin und ich uns schon einmal mit unseren Hunden auf dem Feld positioniert. Wir dachten, passt prima,
Wir hatten Spaß

                                                                     Foto: Westhoff

aber Frau Seitz dachte anders, schade!! Aufgabe drei: erledigt und eine nasse, durchfrorene, schmutzige Corona setzte sich in Bewegung, Richtung warme Schmiede der Familie Konsek.
Im strömenden Regen hielten wir irgendwo im Nirgendwo zur Zahnkontrolle, muss ja alles seine Ordnung haben. Danach war Yvaine froh, warm eingepackt im Auto zu liegen mit dem Blick: weisst du was , es reicht !!!!! Stimmt, mein Mädchen !!!


Bei heißer Suppe und leckeren Kuchen fand der aufregende Prüfungstag sein Ende, Herr und  Frau Konsek waren trotz ihres drei Wochen alten Wurfes, die guten Seelen der verfrorenen Prüflinge, Prüfer und allen, die unterstützend dabei waren.
Nach einem Tag, der mit so viel Adrenalin begann, machte ich mich glücklich und zufrieden auf den langen Heimweg
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